Die diesjährige Sonnwendfeier findet am Sonntag, 23.06.2019, 17:00 Uhr in Fahrensodde statt.


Sonnwendfeier 2019Wir begrüßen, wieder gemeinsam mit dem Flensborg Yacht Club, den Sommer am fast längsten Tag des Jahres.  Bereits in den späten Nachmittagsstunden wird gefeiert, bis die Sonne am Horizont untergeht. Und bei Einbruch der Dunkelheit darf das Feuer entfacht werden.

Beim „Pottkieker“ wird der Grill angefeuert und es werden kleine Snacks für kleines Geld angeboten. Dafür wird bis Sonntag, 16.06. eine verbindliche Anmeldung benötigt. Wie bekannt, liegt im „Pottkieker“ eine Liste aus.

Deutsche 49er-Crews segeln nur knapp an EM-Medaillenrängen vorbei
Finnsegler verpassen Chance auf Nationenqualifikation für Tokio 2020

19. Mai 2019. Die beiden erfolgreichsten deutschen 49er-Crews bei der Europameisterschaft im ehemaligen britischen Olympiarevier vor Weymouth sind nur knapp an den Medaillen vorbeigesegelt. Die Rio-Bronzemedaillen-Gewinner Erik Heil und Thomas Plößel (Norddeutscher Regatta Verein) erkämpften beim Kräftemessen mit der kompletten Weltelite der Skiffsegler Platz fünf. „Das hat unsere aktuelle Erwartungshaltung fast übertroffen. Wir sind aufgrund unserer Studien noch bis Sommer im Trainingsrückstand und das bekommt man an langen Tagen zu spüren“, sagte Erik Heil.

Die Trainings- und Teamkameraden Justus Schmidt und Max Boehme (Kieler Yacht-Club) beendeten die kontinentalen Titelkämpfe auf Platz sechs. „Mit beiden Ergebnissen können wir zum jetzigen Trainingsstand zufrieden sein. Wir sind auf sehr gutem Weg“, sagte 49er-Bundestrainer Marc Pickel. Die WM-Dritten von Aarhus, Tim Fischer (Norddeutscher Regatta Verein) und Fabian Graf (Verein Seglerhaus am Wannsee), die in Regie von 49er-Bundestrainer Max Groy trainieren, beendeten die herausragend besetzte Europameisterschaft mit zwei starken zweiten Rängen, mussten aber nach 20 Wettfahrten mit Platz 16 zufrieden sein.

Die Europameisterschaft hat ihre Teilnehmer an den letzten Tagen aufgrund flauer Winde auf einige Geduldsproben gestellt. So trugen die 49er-Segler ihre letzten Rennen der Hauptrunde am Sonntagmorgen in nur drei bis vier Knoten Wind aus und warteten dann viele Stunden auf den Startschuss für ihr Medaillenrennen, dass jedoch um 18 Uhr aufgrund der hartnäckigen Flaute abgesagt werden musste. Die Serie gewannen ohne Finale die neuseeländischen Olympiasieger und America’s-Cup-Gewinner Peter Burling und Blair Tuke. Neue Europameister sind die Briten Dylan Fletcher und Stuart Bithell.

DSV-Sportdirektorin Nadine Stegenwalner, an diesem Wochenende auch als Vize-Präsidentin des Weltseglerverbandes World Sailing beim Halbjahrestreffen im Chelsea Football Club in London gefordert, sagte: „Die 49er-Gruppe im German Sailing Team macht weiter einen sehr starken Eindruck und leistet mit ihren Trainern Marc Pickel und Max Groy hervorragende Arbeit. Das Team nimmt überzeugend Kurs auf Enoshima 2020.“

Bei den parallel ausgetragenen Europameisterschaften der olympischen 49erFX-Seglerinnen hatten Tina Lutz (Chiemsee Yacht Club) und Susann Beucke (Hannoverscher Yacht-Club) das Medaillenrennen der besten zehn Crews als Zwölfte knapp verpasst. Vicky Jurczok und Anika Lorenz (Verein Seglerhaus am Wannsee) fanden als Achtzehnte in England nicht ganz zur gewohnten Form. Die Serie gewannen die Brasilianerinnen Martine Grael und Kahena Kunze. Neue 49erFX-Europameisterinnen sind die Holländerinnen Annemiek Bekkering und Annette Duetz.

Auch bei den europäischen Titelkämpfen in der olympischen Mixed-Katamaran-Klasse Nacra 17 fehlte Paul Kohlhoff/Alica Stuhlemmer (Kieler Yacht-Club) zum Einzug ins Finale der besten zehn Crews nicht viel. Dem eigenen Anspruch genügte das norddeutsche Duo aber nicht ganz. Paul Kohlhoff, dessen Team mit Bundestrainer Marcus Lynch trainiert, sagte: „Wir haben uns tatsächlich hier bei der EM nicht ganz so stark gefühlt wie noch in Palma. Nach dem Crash dort sind wir aktuell mit etwas anderem Material unterwegs. Das hat nicht geholfen. Und dann haben wir auch einige Fehler gemacht, die man sich da, wo wir hinwollen, einfach nicht mehr leisten darf. Unser Anspruch ist besser zu sein, als wir es hier waren. Wir sind aber glücklich darüber, dass wir die Kriterien für den Start bei den Pre-Olympics in diesem Jahr erfüllt haben.“

Deutsche Finnsegler verpassen Chance auf Nationenqualifikation für die Olympischen Spiele 2020 – eine letzte kleine Chance bleibt

Bei der Europameisterschaft der Einhandjollen in Athen haben die deutschen Finn-Dinghy-Segler die Chance verpasst, für ihre Klasse den Nationenplatz bei den Olympischen Spielen 2020 zu sichern. Für den Berliner Phillip Kasüske (Verein Seglerhaus am Wannsee) und den Kieler Max Kohlhoff (Norddeutscher Regatta Verein) lag die Latte bei den kontinentalen Titelkämpfen in der mit olympischen Medaillengewinnern und Weltmeistern gespickten Flotte zu hoch.

Weder der 26-jährige Kohlhoff noch der 24-jährige Kasüske konnten in den Kampf um nur vier bei dieser EM ausgelobte Olympia-Startplätze für Enoshima eingreifen. Sie schlossen die EM auf den Plätzen 29 und 30 ab. Damit bleibt den Finn-Athleten im German Sailing Team und ihrem Trainer Mark Bulkeley nur noch eine Last-Minute-Chance im olympischen Jahr 2020, wenn voraussichtlich bei der Weltcup-Regatta in Genua ein letzter Platz für eine europäische Nation zu haben ist.

„Wir zählen immer noch zu den Jüngsten in unserer Klasse mit so vielen starken Seglern. Wir hatten hier eine Chance, aber wir wussten auch, dass es in der herausragend besetzten Flotte sehr hart wird. Leider hat es nicht geklappt“, sagte Max Kohlhoff, „ich selbst bin hier in diesem Revier einfach nicht in den Rhythmus gekommen. Aber Aufgeben ist natürlich keine Option. Wir werden bis zum Ende kämpfen.“

Mit insgesamt nur 19 zugelassenen Startern werden die Finnsegler bei der olympischen Regatta 2020 im japanischen Revier von Enoshima eines der kleinsten Felder bilden. Nur die 470er-Flotten sind ebenso klein. Die entsprechend begrenzten Qualifikationsmöglichkeiten – verteilt auf die verschiedenen Kontinente – lassen nur wenig Spielraum. „Wir sind natürlich enttäuscht, dass unsere Segler den Nationenplatz bei der Europameisterschaft in Athen nicht sichern konnten, aber das ist für den Moment als sportliches Ergebnis so zu akzeptieren. Wir werden intern besprechen, wie es jetzt weitergeht“, erklärte DSV-Sportdirektorin Nadine Stegenwalner.

Die Europameisterschaft der Finnsegler, die in flauen Winden unter einigen Ausfällen litt und für die Top Ten bereits nach acht Wettfahrten ins Medaillenrennen führte, gewann der britische Olympiasieger Giles Scott (48 Punkte) vor dem Neuseeländer Andy Maloney (52 Punkte) und Zombor Berecz (61 Punkte) aus Ungarn.

ENDERGEBNISSE DER KOMBINIERTEN OFFENEN EUROPAMEISTERSCHAFTEN
(Weymouth, Großbritannien)

49ER
1. Peter Burling/Blair Tuke (NZL), 72 Punkte
2. Dylan Fletcher/Stuart Bithell (GBR), 81 Punkte
3. James Peters/Fynn Sterritt (GBR), 91 Punkte
5. Erik Heil/Thomas Plößel (Norddeutscher Regatta Verein), 123 Punkte
6. Justus Schmidt/Max Boehme (Kieler Yacht-Club), 128 Punkte
16. Tim Fischer/Fabian Graf (Norddeutscher Regatta Verein/Verein Seglerhaus am Wannsee), 184 Punkte

49erFX
1. Martine Grael/Kahena Kunze (BRA), 76 Punkte
2. Annemiek Bekkering/Annette Duetz (NED), 79 Punkte
3. Helene Naess/Marie Rønningen (NOR), 83 Punkte
12. Tina Lutz/Susann Beucke (Chiemsee Yacht Club/Hannoverscher YC), 156 Punkte
18. Vicky Jurczok/Anika Lorenz (Verein Seglerhaus am Wannsee), 186 Punkte

Nacra 17
1. Ben Saxton/Nicola Boniface (GBR), 61 Punkte
2. John Gimson/Anna Burnett (GBR), 67 Punkte
3. Lin Cenholt/C.P. Lübeck (DEN), 71
12. Paul Kohlhoff/Alica Stuhlemmer (Kieler Yacht-Club), 143 Punkte

ENDSTAND FINN-DINGHY EUROPAMEISTERSCHAFT 2019 (Athen, Griechenland)

1. Giles Scott (Großbritannien), 48 Punkte
2. Andy Maloney (Neuseeland), 52 Punkte
3. Zsombor Berecz (Ungarn), 61 Punkte
29. Max Kohlhoff (Norddeutscher Regatta Verein), 191 Punkte
30. Phillip Kasüske (Verein Seglerhaus am Wannsee), 205 Punkte

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Deutsche 470er-Segler im olympischen Aufwind: Diesch/Autenrieth und Boehm/Goliaß nehmen erste Hürde zur Pre-Olympics-Qualifikation

(San Remo, 14.05.2019) Die deutschen 470er-Segler haben die turbulente Europameisterschaft der olympischen Zweihand-Jollensegler im italienischen San Remo erfolgreich abgeschlossen. Sowohl bei den Männern als auch bei den Frauen hatte sich mit Simon Diesch/Philipp Autenrieth (Württembergischer Yacht-Club/Bayerischer Yacht-Club) und Nadine Böhm/Ann-Christin Goliaß (Deutscher Touring Yacht-Club) jeweils eine Crew der German Sailing Teams für die Top Ten und damit die Medaillenrennen qualifiziert.

Dafür waren im launischen italienischen Revier nach zwei komplett ausgefallenen Renntagen – einmal aufgrund von Flaute, einmal aufgrund zu stürmischer Winde – in den insgesamt nur sechs Rennen bis zum Finale höchste Konzentration gefragt. In der Endabrechnung belegten Simon Diesch und Philipp Autenrieth Platz 8. Nadine Böhm und Ann-Christin Goliaß erkämpften mit Rang 3 im Finale Platz 6 in der offenen EM-Wertung, die für die innerdeutsche Qualifikation für die Pre-Olympics maßgebend ist.

Auch der letzte Tag hatte den Finalteilnehmern in Italien noch einmal viel Geduld abgefordert. Die Medaillenrennen mussten in drei bis vier Knoten Wind drei Stunden verschoben werden, bis um 14 Uhr der erste Startschuss für die Frauen fallen konnte. 470er-Frauen-Bundestrainer Marek Chocian hatte die Ausgangssituation für die deutschen Finalistinnen bereits vor dem Showdown erklärt: Angesichts der engen Punktabstände würde vor allem ein gelungener Start sehr wichtig sein, um ins Spiel zu kommen. So hat er es mit seinen Athletinnen im Morgen-Briefing besprochen. Punktrechnerei während des Rennens oder die Konzentration auf nur einen Gegner würden wenig Sinn machen, weil alle so dicht beieinander liegen. Da man nicht alle Rivalen kontrollieren könne, gelte es vor allem sein eigenes bestmögliches Rennen zu bestreiten. Und das taten die 26-jährige Steuerfrau Nadine Böhm und ihre 28-jährige Vorschoterin Ann-Christin Goliaß: Die süddeutsche Crew hatte schon an der ersten Wendemarke Rang vier erobert und machte daraus mit starker kämpferischer Leistung sogar noch Rang drei. Was Nadine Böhm und Ann-Christin Goliaß in der EM-Endabrechnung noch auf Platz sechs klettern ließ. Damit hat das Duo im nationalen Rennen um den Startplatz bei den Pre-Olympics die erste wichtige Hürde genommen und sich gegen alle weiteren Teamkameradinnen in der Segel-Nationalmannschaft, darunter Frederike Loewe und Anna Markfort, die im ersten Teil vor Mallorca hatten punkten können, durchgesetzt.

„Für uns war nach dem holprigen Saisonauftakt bei dieser Europameisterschaft vor allem ein gutes Ergebnis das Ziel“, sagte Nadine Böhm nach dem Finale, „wir sind sehr zufrieden mit dieser Leistungssteigerung. Im Finale ist uns der Start super gelungen, auch das war uns wichtig.“ Zu den Stärken ihrer Crew sagte Nadine Böhm: „Wir ziehen immer an einem Strang, gehen gemeinsam durch Tiefen und Höhen. Wir haben unsere Vorwind-Möglichkeiten ausgebaut, der Speed war hier sehr gut.“ Die finale Bestätigung der Starterlaubnis für die olympische Testregatta allerdings erfolgt für die 470er-Seglerinnen wie für alle deutschen Segler und Seglerinnen erst nach Beendigung aller Europameisterschaften in den olympischen Klassen, der Bewertung durch den Olympia-Segelausschuss (OSA) und Entscheidung der DSV-Sportdirektion. Mit der offiziellen Nominierung der deutschen Pre-Olympics-Starter ist deswegen im Juni nach den noch ausstehenden kontinentalen Titelkämpfen für die Disziplinen Finn, 49er, 49erFX, Nacra 17, Laser und Laser Radial zu rechnen.

Nach den Damen waren am Dienstagnachmittag in San Remo auch die 470er-Männer von Bundestrainer Tytus Konarzewski in ihrem Medaillenrennen gefordert. Mit Rang sechs im Finale segelten der 24-jährige Simon Diesch und sein 28-jähriger Vorschoter Philipp Autenrieth auf Platz acht im EM-Gesamtklassement und haben als erfolgreichste deutsche Crew der beiden für die nationale Ausscheidung relevanten Regatten – Trofeo Princesa Sofía und Europameisterschaft – nun die besten Chancen, für die olympische Testregatta in diesem Jahr in Enoshima nominiert zu werden, wenn sie auch alle weiteren Hürden nehmen können. Es gilt das gleiche Procedere wie bei den Damen. Vorschoter Philipp Autenrieth sagte nach dem Finale in San Remo: „Wir sind mit der EM-Woche insgesamt sehr zufrieden. Unser Start war heute etwas schleppend, daher sind wir im Klassement noch auf Platz 8 zurückgefallen. Unser Feld war wie eine WM besetzt und extrem stark. Wir beenden die Serie mit dem guten Gefühl, dass wir unser Potenzial wieder abrufen können. Jetzt eint uns mit unseren Teamkameraden Malte Winkel und Matti Cipra, die hier etwas Pech hatten, vor allem ein Ziel: Wir wollen bei der WM den Nationenstartplatz für Deutschland im 470er sichern. Das ist in diesem Jahr das A und O. Wir glauben daran, dass wir das schaffen werden.”

470ER EUROPAMEISTERSCHAFT 2019

Männer – Offene EM-Wertung (inkl. Übersee-Crews)

1. Mathew Belcher/Will Ryan (Australien), 8 Punkte
2. Anton Dahlberg/Fredrik Bergström (Schweden), 23 Punkte
3. Jordi Xammar/Nicolas Rodriguez (Spanien), 33 Punkte
7. Simon Diesch/Philipp Autenrieth (Württembergischer YC/Bayerischer YC), 41 Punkte
18. Malte Winkel/Matti Cipra (Schweriner YC/Plauer Wassersportverein), 53 Punkte

Frauen – Offene EM-Wertung (inkl. Übersee-Starter)

1. Camille Lecointre/Aloise Retornaz (Frankreich), 20 Punkte
2. Hannah Mills/Eilidh McIntyre (Großbritannien), 23 Punkte
3. Afrodite Zegers/Lobke Berkhout (Niederlande), 32,4 Punkte
6. Nadine Böhm/Ann-Christin Goliaß (Deutscher Touring YC), 43,4 Punkte
16. Theres Dahnke/Birte Winkel (Plauer Wassersportverein/Schweriner YC), 72 Punkte
21. Luise Wanser/Helena Wanser (Norddeutscher Regatta Verein/ASVW), 99 Punkte
22. Frederike Loewe/Anna Markfort (VSaW/Joersfelder SC), 101 Punkte

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Wettergott Petrus wusste nicht ganz genau, ob er den Mitgliedern, Gästen und Freunden der Segler-Vereinigung Flensburg e.V. bei der traditionellen Ansegelfeier am 04.05.2019 unter dem Flaggenmast gewogen sein sollte. Mal schien die Sonne, mal zogen Wolken auf. Die als Ehrengast begrüßte Oberbürgermeisterin Simone Lange sollte dann später sogar noch einmal eine besondere Segelerfahrung machen: Das Segeln durch vier Jahreszeiten binnen zwei Stunden.

Mit einem skeptischen Blick gen Himmel und einigen Regentröpfen auf seinem Redemanuskript eröffnete der 1. Vorsitzende der Segler-Vereinigung Flensburg e.V. (SVF), Dr. Marcus Ott am 04. Mai 2019 pünktlich um 14 Uhr die traditionelle Ansegelfeier der Saison. Vorsorglich hatte er schon seine Tochter Janne mit einem übergroßen Regenschirm in der Nähe positioniert, um ihm bei der Übergabe von Urkunden u.ä. im Falle eines Regenschauers zur Seite zu stehen. Glücklicherweise wurde dieser Schutz nicht benötigt!

DSCF2711 1Vor der Runde der sehr zahlreich erschienener Mitglieder, Gäste und Freunde der SVF war es für Ott eine besondere Ehre und Freude, dass er die Oberbürgermeisterin der Stadt Flensburg, Frau Simone Lange mit Begleitung unter unserem Flaggenmast begrüßen durfte. Ebenso begrüße der Vorsitzende zum inzwischen zweiten Mal das stellvertretende Vorstandsmitglied der Flensburger Peter-Petersen-Stiftung, Herrn Klaus Scharf, die auch im Jahr 2019 aufgrund umfangreicher Förderungen des Jugendsegelns eine besondere Relevanz für die SVF einnimmt.

Laut Ott wird die Segelsaison an der Flensburger Förde mit dem traditionellen Ansegeln offiziell eröffnet und damit wächst die Vorstellung dessen, auf was sich alle Binnen- und Butenflensburger, Segler wie auch Nicht-Segler, ab sofort wieder freuen dürfen: Ein Meer von weißen Segeln auf der Flensburger Förde.Ansegeln

Es lag ziemlich genau einen Monat zurück, dass Frau Lange zu einer Sitzung des Kreisseglerverbandes der Vereine an der Flensburger Förde unter dem Vorsitz von Herrn Klaus-Peter Heldt begrüßt wurde, fuhr Ott fort. Der Kreisverbandsvorsitzende Heldt freute sich anlässlich der Sitzung dann besonders, dass die Oberbürgermeisterin spontan die Teilnahme am offiziellen Saisonstart der Segler*innen in Flensburg zugesagt hatte. Für Heldt ist dies ein bedeutsames Zeichen, denn der hohe Stellenwert des Segelsports für Flensburg muss nach seiner Ansicht immer wieder hervorgehoben werden.

In ihrem Grußwort an ihre Zuhörerinnen und Zuhörer machte Lange dann genau diesen Stellenwert deutlich. Lange wies dabei darauf hin, dass der wasserbezogene Sport in Politik und Stadtverwaltung Flensburgs wahrgenommen wird und die Interessen der Segelvereine von ihr gehört und aufgenommen werden. Segeln sei sowohl ein Wirtschaftsfaktor, als auch ein touristisch sehr relevanter Faktor, war es Lange wichtig festzustellen.

Nach ihren Grußworten, der Aufnahme neuer Mitglieder und der Taufe des Trainingsbegleitbootes „Peter Pan“, sowie dem abschließenden „Heiß auf, Stander und Flaggen“ durch den Vorsitzenden am Flaggenmast, warf Lange auf dem Vereinsboot "FLENS" der SVF unter Skipper und Vereinsmitglied Rolf Jöns dann die Leinen los und führte auf dem "Flaggschiff" des Vereins die erste Fahrt der Saison in Richtung Hafenspitze an.

DSC 4607 1Vorsorglich hatte der Vorsitzende noch schwere Wetterkleidung für die Oberbürgermeisterin besorgt, denn kaum nahm die FLENS Kurs auf die Hafenspitze und lief an der Marineschule vorbei auf den Innenhafen zu, änderte Petrus seine Meinung. Was unter dem Flaggenmast mit Sonne und leichter Brise durchgehalten hatte, änderte sich nun abrupt. Die dunklen Wolken über den Köpfen der Crew rund um die Oberbürgermeisterin verhießen nichts Gutes und schon bald fiel der erste …. Schnee auf das Deck der FLENS und die erstaunten Seglerinnen und Segler. Spaßeshalber wurde an Bord der FLENS nach einem Schneeschieber Ausschau gehalten und die im Cockpit liegenden BIO-Schokokekse (Tourproviant!) wurden eiligst unter Deck geräumt, bevor man sie unter einer geschlossenen Schneedecke nicht wiederfände.

Glücklicherweise hielt dieser Schnee- und Hagelschauer nicht lange an und schon während die FLENS am gigantischen Bug der LEEVSTEN vorbeiglitt, hellte sich das Wetter wieder auf. Die Oberbürgermeisterin konnte nunmehr – sicher nicht zum ersten Mal, aber zum ersten Mal beim Ansegeln auf der Förde – „ihre“ Stadt vom Wasser aus betrachten. Viele kleine und große Details und Neuigkeiten über die Wasserkante wurden an Bord ausgetauscht, bevor Jöns kurz vor dem südlichen Ende des Hafenbeckens die FLENS wieder auf Gegenkurs zurück zur SVF brachte.DSC 4644 1

Etliche Boote der SVF hatten die FLENS trotz der widrigen Witterungsbedingungen begleitet und nicht selten kam ein Boot dicht heran, um die Smartphones für ein Foto der Oberbürgermeisterin zu zücken.

Um 16:50 Uhr lief die FLENS wieder in den Heimathafen ein und die Oberbürgermeisterin verließ wegen eines Anschlusstermins Fahrensodde, während im Vereinsheim die Mitglieder noch gemeinsam bei Grillteller, Salat, Brot und Getränken den frühen Abend ausklingen ließen.

Mehr Bilder stehen bei Klick auf die Miniaturen und auf diesen Link bereit.

Text: Dr. Marcus Ott
Fotos: Sören Witt, Crew der "Segellore"

Es regnete wie im Herbst, es schneite wie im Winter, es wurde eine laue Frühlingsbrise merkbar und in der gelegentlichen Sonne konnte man schon den sehnlichst erwarteten Sommer erahnen. Das Ansegeln der SVF hielt am 04.05.2019 alle Wetterlagen für die Seglerinnen und Segler bereit – vier Jahreszeiten innerhalb von ca. zwei Stunden. Aber eine der Attraktionen des anschließenden gemeinsamen Grillabends war zweifelsohne die Anwesenheit der Splejs-Girls von Fahrensodde.

Sagitta20Seit dem Jahr 2015 gehört die Splejs, eine Sagitta 20 als seinerzeitige Schenkung des langjährigen Vereinsmitglieds Ingrid Knutzen zum Vereinsbootspark der SVF. Harald und Ingrid Knutzen haben das Boot viele Jahre in der SVF gesegelt und es blieb bis zu ihrer Schenkung in den Händen von Ingrid Knutzen, während es von ihrem Schwiegersohn Walter Hoffmann sorgsam weiter gewartet wurde.

Nachdem das Boot in die SVF übernommen wurde, fand es viele Interessentinnen und Interessenten im Bereich des Erwachsenensegelns und wurde von Meinhard Schmidt einer sehr aufwändigen Aufarbeitung der Außenhaut unterzogen. Seitdem macht die Splejs auf der Förde und in den weiter entfernten Gewässern ihre Touren mit der Erwachsensegelgruppe.

Nach und nach etablierte sich eine fünfköpfige Crew um aktive und engagierte Seglerinnen unseres Vereins, die sich zunehmend der Splejs annahmen und neben den selbst durchgeführten Winter- und Wartungsarbeiten auch zu häufigen Nutzerinnen des gemütlichen Bootes wurden.

Am Tag des Ansegelns 2019, dem 04. Mai hatten die fünf Seglerinnen dann ihr „coming-out“. Schon lange kursierte auf den Stegen die Nachricht von den „Splejs-Girls“ aus Fahrensodde, aber so richtig offiziell wusste noch niemand um diese humorvollen Truppe.

Möglicherweise war das Tragen der im Vereinsheim vielbeachteten Crewkleidung schon für die Tour an sich vorgesehen, die am 04. Mai warme Temperaturen und eine laue Brise hätte versprechen können. Aber Wind und Wetter ließen dass beim besten Willen noch nicht zu, sodass die Crew-T-Shirts und ihre attraktiveren Trägerinnen erst beim gemeinsamen Grillabend den großen Auftritt hatten.

SplejsgirlsAuf dem Frontfoto von links nach rechts Kathleen, Heike, Kerstin, Antje, Inga und auf den anderen Fotos wie immer: Voll in Action. (Für einen Blick auf die Bilder, auf die Miniaturen rechts klicken.)

Im später geführten Interview wies der 1. Vorsitzende, Dr. Marcus Ott übrigens jeden Vergleich von ihm mit dem Medienprofi Simon Fuller zurück, der sich Mitte der 90er Jahre um eine „irgendwie ähnlich lautende, britische Gruppierung“ gekümmert habe. Der interessierte Beobachter fragt sich in diesem Zusammenhang sicherlich noch, wer denn nun in Fahrensodde "Scary Splejs", "Baby Splejs", "Ginger Splejs", "Sporty Splejs" oder "Posh Splejs" sei. Aber daraus wird eine andere Story....

Und Ingrid Knutzen würde sich freuen, wenn sie von dieser aktiven Nutzung ihrer Schenkung wüsste.


Text: Dr. Marcus Ott
Fotos: Heike Keßler

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