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Doppelschlag der 470er-Seglerinnen
Loewe/Markfort und Oster/Winkel holen Gold und Silber beim Weltcup vor Miami

Miami/USA, 4. Februar 2019. Die deutschen 470er-Seglerinnen haben die Weltcup-Regatta vor Miami mit einem doppelten Paukenschlag beendet: Im hochspannenden Medaillenrennen, in dem die Platzierungen und damit auch die theoretisch vorausberechneten Podiumsränge phasenweise im Fünf-Sekunden-Takt wechselten, behielten die DSV-Akteurinnen des German Sailing Teams den besten Überblick, bewiesen die stärksten Nerven und holten Gold und Silber in der Biscayne Bay.

Nach schwachem Start hatten sich die 25-jährige Steuerfrau Frederike Loewe und ihre gleichaltrige Vorschoterin Anna Markfort vom Verein Seglerhaus am Wannsee Boot um Boot wieder zurück ins Rennen kämpfen müssen. Im furiosen Schlussspurt konnten sie schließlich auch noch die britischen Olympiasiegerinnen Hannah Mills und Eilidh McIntyre überholen. Dazu trug vor allem die sehr gute Positionierung der Crew in den leichten Winden bei. Rang vier im Medaillenrennen bedeutete für die Berlinerinnen den Triumph. „Was für ein Comeback!“, jubelte Anna Markfort nach dem Zieldurchgang und lobte vor allem ihre Steuerfrau: „Fredi hatte die ganze Woche schon einen super Überblick, insbesondere auf den Vorwind-Abschnitten. Sie hat den Druck dort gesehen, wo ihn sonst keine sah.“ Für die Berlinerinnen markiert das Weltcup-Gold den idealen Saisonauftakt zur vorolympischen Saison. Frederike Loewe sagte: „Das ist unser erster Weltcup-Sieg, die erste Weltcup-Medaille überhaupt. Sie zeigt, dass wir im Winter hart gearbeitet haben. Das Gold ist eine sehr gute Grundlage, auf der wir aufbauen wollen, können und werden.“

Auch die Teamkameradinnen Fabienne Oster und Anastasiya Winkel vom Norddeutschen Regatta Verein in Hamburg gewannen mit Silber die erste Weltcup-Medaille ihrer 470er-Karriere und trugen zum eindrucksvollen deutschen Doppel-Erfolg bei. Das Duo war stark ins Medaillenrennen gestartet, konnte die gute Position im Verlauf der Wettfahrt verteidigen und nutzen. Die 23-jährige Steuerfrau und ihre 25-jährige Vorschoterin kreuzten die Ziellinie als Dritte – das ließ sie von Platz drei vor dem Finale noch auf den Silberrang segeln.

Die erfolgreichen deutschen 470er-Seglerinnen trainieren in der Regie von Marek Chocian. DSV-Sportdirektorin Nadine Stegenwalner hatte das Finale live am Bildschirm verfolgt und sagte danach: „Ich habe wirklich mitgefiebert. Es war sehr, sehr spannend. Mehr kann man sich dann am Ende nicht wünschen, ein schöneres Ergebnis aus unserer Sicht kaum vorstellen. Das war smartes und eindrucksvolles Segeln unserer beiden Crews, einfach eine tolle Leistung, zu der wir gratulieren.“

Die weiteren vier Medaillenentscheidungen am finalen Sonntag der Hempel World Cup Series Miami 2019 waren ohne deutsche Beteiligung gefallen. Nur knapp hatte Max Kohlhoff vom Kieler Yacht-Club das Medaillenrennen der besten zehn Finn-Segler als Elfter nach guter Serie verpasst. Finn-Steuermann Phillip Kasüske vom Verein Seglerhaus am Wannsee verabschiedete sich als Fünfzehnter aus Florida. Der WM-Dritte Philipp Buhl hat im Laser einen unerwarteten Dämpfer kassiert und sich als 32. deutlich unter Wert schlagen lassen müssen. „Es war meine schlechteste Regatta seit acht Jahren“, zog der Weltranglisten-Zweite vom Segelclub Alpsee-Immenstadt selbstkritisch Bilanz. „Dazu haben viele Kleinigkeiten beigetragen, die ich sauber aufarbeiten werde.“ Insgesamt verabschiedete sich das German Sailing Team nach dem Sieg der 49er-Crew Erik Heil/Thomas Plößel am Vortag mit zwei Gold- und einer Silbermedaille sowie insgesamt sechs Top-Ten-Platzierungen als eine der drei erfolgeichsten Nationen in bester Frühsaison-Laune und hungrig auf weitere Erfolge.

HEMPEL WORLD CUP SERIES MIAMI 2019
ENDGERBNISSE (2. FINALTAG, 5 ENTSCHEIDUNGEN)

470ER FRAUEN
1. Frederike Loewe/Anna Markfort (Verein Seglerhaus am Wannsee), 60 Punkte
2. Fabienne Oster/Anastasiya Winkel (Norddeutscher Regatta Verein), 62 Punkte
3. Fernanda Oliveira/Anna Luiza Barbachan (BRA), 64 Punkte
19. Nadine Boehm/Ann-Christin Goliaß (Deutscher Touring Yacht Club), 119 Punkte

470ER MÄNNER
1. Jordi Xammar Hernandez/Nicolás Rodríguez García-Paz (ESP), 48 Punkte
2. Anton Dahlberg/Fredrik Bergström (SWE), 58 Punkte
3. Naoki Ichino/Takashi Hasegawa (JPN), 60 Punkte
20. Malte Winkel/Matti Cipra (Schweriner Yacht-Club/Plauer Wassersport Verein), 131 Punkte
21. Simon Diesch/Philipp Autenrieth (Württembergischer Yacht-Club/Bayerischer Yacht-Club), 149 Punkte

FINN
1. Max Salminen SWE), 47 Punkte
2. Oskari Muhonen (FIN), 50 Punkte
3. Luke Muller (USA), 53 Punkte
11. Max Kohlhoff (Kieler Yacht-Club), 74 Punkte
15. Phillip Kasüske (Verein Seglerhaus am Wannsee), 82 Punkte

LASER
1. Hermann Tomasgaard (NOR), 50 Punkte
2. Sam Meech (NZL), 97 Punkte
3. Tom Burton (AUS), 121 Punkte
32. Philipp Buhl (Segelclub Alpsee-Immenstadt), 216 Punkte
41. Nik Aaron Willim (Norddeutscher Regatta Verein), 259 Punkte

LASER RADIAL
1. Dongshuang Zhang (CHN). 81 Punkte
2. Paige Railey (USA), 95 Punkte
3. Vasileia Karachaliou (GRE), 98 Punkte
47. Laura Bo Voß (Mühlenberger Segel-Club), 335 Punkte
54. Julia Büsselberg (Verein Seglerhaus am Wannsee), 359 Punkte

Pressekontakt
Deutscher Segler-Verband e.V.
Christiane Perlewitz
Gründgensstraße 18
22309 Hamburg
Telefon: +49 40 63 20 09 11
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German Sailing Team: Weltcup-Gold zum Saisonauftakt
Heil/Plößel gewinnen im 49er – erstmals vier deutsche Crews im Medaillenrennen

Miami/USA, 3. Februar 2019. Erik Heil und Thomas Plößel haben die erste Weltcup-Regatta des Jahres vor Miami gewonnen. In der Biscayne Bay setzte sich die Crew vom Norddeutschen Regatta Verein gegen 41 Teams aus 21 Nationen durch. Mit 73,3 Punkten verwiesen die Berliner die Briten Dylan Fletcher-Scott und Stuart Bithell (91 Punkte) und die kroatischen Weltmeister Sime und Mihovil Fantela (99 Punkte) auf die Plätze zwei und drei.

Das herausragende Gesamtergebnis der 49er-Akteure im German Sailing Team machten der 23-jährige Jakob Meggendorfer und sein Vorschoter Andreas Spranger vom Bayerischen Yacht-Club als Vierte, die Kieler WM-Dritten Tim Fischer und Fabian Graf (Norddeutscher Regatta Verein/Verein Seglerhaus am Wannsee) als Siebte und Sieger des Medaillenrennens sowie Justus Schmidt und Max Boehme vom Kieler Yacht-Club als Achte komplett. Von der auffällig starken deutschen Armada im Finale waren auch die internationalen Beobachter und Kommentatoren beeindruckt, die während der Live-Übertragung immer wieder auf die vielen GER-Boote und deren offenbar gut gelungenes Wintertraining hinwiesen.

„Wir sind glücklich, dass wir in einem so starken Team agieren können“, sagte der siegreiche Thomas Plößel, „das hat mit unserer Trainingsgemeinschaft mit Schmidt Boehme Racing begonnen. Die Zusammenarbeit ist für alle besser und erhöht die Chancen auf eine deutsche 49er-Medaille in Tokio.“ Steuermann Erik Heil erklärte: „Wir haben versucht, den Briten vor dem Start einen Penalty aufzudrücken. Das hat beim ‚Hooken’ nur knapp nicht geklappt – sie haben Grün bekommen. Wir sind dann aber in ihrer Nähe geblieben. Für uns ist es immer gut, wenn die Bedingungen bei einer Regatta schwierig werden.“

DSV-Sportdirektorin Nadine Stegenwalner freute sich für die starke 49er-Flotte des Deutschen Segler-Verbands, die in Regie der Trainer Marc Pickel und Max Groy trainiert: „Das war eine sehr beeindruckende Gesamtleistung. Zum einen von Erik und Thomas, die schon am ersten Tag Bruch wegzustecken hatten und dann trotzdem so souverän zum Sieg segelten. Zum anderen vom gesamten 49er-Team. Platz vier für die noch jungen Segler Jakob Meggendorfer und Andreas Spranger ist bemerkenswert. Ebenso, dass Tim Fischer und Fabian Graf nach überstandener Verletzung im Winter schon wieder in der Weltspitze segeln. Da ist auch keine große Lücke mehr zwischen den erfahrenen und den nachrückenden Crews – was für eine überzeugende und geschlossene Leistung!“

Unglücklich dagegen hatten die Berlinerinnen Vicky Jurczok und Anika Lorenz ihre zuvor erarbeiteten Medaillenchancen am letzten Tag der Serie mit einem Frühstart und zwei hinteren Plätzen verspielt. Nachdem die 49erFX-Crew vom Verein Seglerhaus am Wannsee die Regatta über konstant in den Top Fünf gelegen hatte, mussten sie sich bei der Hempel World Cup Series Miami am Ende als Achtzehnte unter Wert geschlagen geben. „Wir hatten bis zum Schlusstag Medaillen-Potenzial, dann aber waren wir zu langsam und auch auf der falschen Seite“, erklärte Steuerfrau Vicky Jurczok. Nadine Stegenwalner hat die gute Serie des Duos beobachtet und sagte: „Nach überzeugenden Rennen standen am Ende bei Vicky und Anika einfach zu viele Buchstaben in der Ergebnisliste.“ Gemeint waren damit die „UFDs“ als Kürzel für die beiden Frühstarts, die am Ende zu teuer für das deutsche Duo waren.

Ihre Enttäuschung über die Platzierung teilen sich Vicky Jurczok und Anika Lorenz mit Laser-Steuermann Philipp Buhl. Der Leistungsgarant und WM-Dritte vom Segelclub Alpsee-Immenstadt fand in dieser Woche auf der Biscayne Bay zu selten zur gewohnten Form. Die mehrheitlich von leichten und drehenden Winden geprägte Serie beendete der 29-Jährige mit nur drei einstelligen Wettfahrtresultaten auf Platz 32. Buhl musste sich am Freitag über „einen meiner schlechtesten Regattatage in den vergangenen Jahren“ ärgern, doch mit ihm wird bei der Troféo Princesa Sofía vor Mallorca in der ersten April-Woche wieder zu rechnen sein. Sein junger Teamkamerad Nik Aaron Willim hat vor Miami mit zwei Tagessiegen seine Möglichkeiten demonstriert, kassierte aber anderen Wettfahrten zu viele Punkte und beendete die Serie auf Platz 41.

Am Samstagabend war auch die Nacra-17-Regatta zu Ende gegangen. Hier hatten die deutschen Teams Johannes Polgar/Carolina Werner (Norddeutscher Regatta Verein/Kieler Yacht-Club) als Vierzehnte und Paul Kohlhoff und Alica Stuhlemmer (Kieler Yacht-Club) als Sechzehnte den Einzug in das Medaillenrennen verpasst. Kohlhoff/Stuhlemmer hatten im Verlauf der Regatta unglücklich ein Riff auf dem offiziellen Regattakurs gerammt, aber nicht die erhoffte Wiedergutmachung dafür durchsetzen können.

Max Kohlhoff vom Kieler Yacht-Club hat den Einzug in das am Sonntag stattfinde Finn-Medaillenrennen mit den besten zehn Akteuren nach acht Rennen als Elfter nur knapp verpasst. Finn-Steuermann Phillip Kasüske beendet die Hempel World Cup Series Miami 2019 als Fünfzehnter.

Die erste Weltcup-Regatta des Jahres geht am Sonntag mit den Medaillenrennen in den Disziplinen Laser, Laser Radial, Finn, 470er Frauen und 470er Männer zu Ende. In der 470er-Flotte der Frauen starten die Crews des German Sailing Teams mit Sieg- und Medaillenchancen ins Finale. Die Medaillenrennen werden am Sonntag ab 18 Uhr deutscher Zeit hier live übertragen: https://wcs2019-miami.sapsailing.com.

ENDERGEBNISSE / TEIL 1

49ER (Skiff Männer)
1. Erik Heil/Thomas Plößel (Norddeutscher Regatta Verein), 73,3 Punkte
2. Dylan Fletcher-Scott/Stuart Bithell (GBR), 91 Punkte
3. Sime und Mihovil Fantela (CRO), 99 Punkte
4. Jakob Meggendorfer/Andreas Spranger (Bayerischer Yacht-Club), 108 Punkte
7. Tim Fischer/Fabian Graf (Norddeutscher Regatta Verein/Verein Seglerhaus am Wannsee), 115 Punkte
8. Justus Schmidt/Max Boehme (Kieler Yacht-Club), 135 Punkte
18. Nils Carstensen/Jan Frigge (Flensburger Segel-Club), 154 Punkte

49erFX (Skiff Frauen)
1. Martine Soffiati Grael/Kahena Kunze (BRA), 58 Punkte
2. Alexandra Malony/Molly Meech (NZL), 60 Punkte
3. Charlotte Dobson/Saskia Tidey (GBR), 63 Punkte
18. Victoria Jurczok/Anika Lorenz (Verein Seglerhaus am Wannsee), 121 Punkte

Nacra 17 (Mixed-Katamaran)
1. Jason Waterhouse/Lisa Darmanin (AUS), 50 Punkte
2. Samuel Albrecht/Gabriela Nicolino de Sa (BRA), 58 Punkte
3. Santi Lange/Cecilia Carranza Saroli (ARG), 72 Punkte
14. Johannes Polgar/Carolina Werner (Norddeutscher Regatta Verein/Kieler Yacht-Club), 140 Punkte
16. Paul Kohlhoff/Alica Stuhlemmer (Kieler Yacht-Club), 175 Punkte

Die Regatten der RS:X- Surferinnen und Surfer fanden ohne deutsche Beteiligung statt.

Pressekontakt
Deutscher Segler-Verband e. V.
Christiane Perlewitz
Gründgensstraße 18
22309 Hamburg
Telefon: +49 40 63 20 09 11
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www.dsv.org
www.germansailingteam.de

Für die Einweisung in den Einsatz eines Defibrilator (AED) ist wegen des Ausfalls am 17.01.2019 ein Ersatztermin geplant. Bitte informieren Sie sich im folgenden Text.

 

Wer fürchtet nicht folgende Situation?:

Ein lauschiger Nachmittag, man sitzt bei einem kühlen Getränk auf der Terrasse des Pottkiekers und genießt den Tag. Plötzlich kippt am Nebentisch ein befreundeter Segelkamerad oder wohlmöglich noch ein enger Familienangehöriger um, spricht und atmet nicht mehr.

 

Was tun?

An die Notrufnummer 112 kann man sich vielleicht noch erinnern, aber selber was tun? „Da mach ich vielleicht was falsch!“ werden sich wohl die Meisten sagen. „Aber da ist ja der Defibrilator (AED) außen am Hafenmeisterbüro - holt den schnell mal jemand?“

Endlich ist der AED auch auf der Terrasse. Der soll die Situation jetzt richten. „Wie funktioniert das Ding eigentlich? Das ist doch was für Ärzte ….!“

Seit 2017 hängt der Defibrilator (AED) außen in einem alarmgesicherten und gewärmten Schrank am Hafenbüro. So ist er für alle zugänglich und die Akkus sind durch die Wärme geschützt. Gerade kürzlich hat die SVF ein neues und den aktuellen Anforderungen entsprechendes Gerät angeschafft und installiert.

Zusätzlich biete ich Schulungen in der Wiederbelebung mit AED Nutzung an. Um ausreichend praktische Übungsmöglichkeiten zu geben, können pro Termin maximal 12 Personen teilnehmen.

Bitte meldet euch deshalb bei der Geschäftsstelle an (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder telefonisch unter 0461 - 33460, Anmeldung mit Namen aller Teilnehmer auf den Anrufbeantworter). Die Reihenfolge des Eingangs (Zeitpunkt von Maileingang oder Telefonanruf) zählt für die Anmeldeposition auf der Liste.

Die Termine sind

                        Donnerstag, 21.02.2019, 19 - ca. 21 Uhr, Menge Deck

und                  Donnerstag, 21.03.2019, 19 - ca. 21 Uhr, Menge Deck.

Für kleinere medizinische Probleme (es muss ja nicht gleich immer eine Wiederbelebung sein) ist jetzt auch Material da. In der Halle hängen zwei orangefarbige Erste-Hilfe-Kästen. Dort hängt auch eine Augenspülstation, falls mal Lack, Staub oder ähnliches im Auge landet.Hier seht Ihr die Standorte schon einmal im Bild.

Im Zweifel ist es immer richtig die 112 anzurufen, lieber einmal zu viel, als einmal zu wenig!

Bleibt gesund,

Holger Löning

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