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1. Teil Ankerwinsch

Es war schönes Wetter aber der Wind kam von der falschen Seite. Also wollten wir in der Knebelwig auf die Südseite verholen. Da Ulli über Nacht den Anker bis zur Leine gefiert hatte, musste er ihn auch wieder ein-holen. Als die Kette mit der Winsch geholt werden sollte, versagte diese die Mitarbeit, d.h. sie sagte gar nichts! Mit Muskelkraft ging es früher ja auch, aber das ist kein Dauerzustand. Also warum geht das Biest nicht? Das muss doch eine Ursache haben. Zunächst wird also die Winsch untersucht. Da waren die Kontakte schon mal lose. Einige Schrauben nachgedreht; trotzdem kommt kein Strom an zumal die Sicherung ok scheint. Dann liegt es am Relais! Es hat nämlich nicht klack gemacht. Ausgebaut, was ziemlich schwierig ist, weil ganz figgeliensch vorne in der Ecke im Schwalbennest eingebaut. Gemessen; das Relais bekommt keinen Strom, der Ein/Ausschalter aber auch nicht! Zwischen Batterie, hat Strom, und Gerät gibt es jetzt nur noch die Sicherung. Also wird die Sicherung abgebaut und siehe da, sie ist zwar intakt aber durch eine geschmolzene Plastik-Unterlegscheibe sozusagen behindert. Nachdem das Teil entfernt wurde – es sah etwas zerfranselt aus – geht alles wieder einwandfrei. Das Relais und der Schalter müssen aber auch wieder eingebaut werden, wobei sie etwas Widerstand leisten. Aber „wenn frohe Reden sie begleiten, dann geht die Arbeit munter fort", sprich mit einigen Flüchen ist alles wieder am Platz. Was leeernt uns das? Man sollte nicht sofort die üblichen Verdächtigen verhaften, manchmal verbirgt sich der Täter ganz woanders.

 

 

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