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Jumfruhummer

Jedes Jahr, am ersten Wochenende im August, ist in Österby das bei Einheimischen und Touristen gleichermaßen beliebte Jumfruhummer-Festival. Grund genug für uns die Räder zu satteln, weitere Landstriche der Insel kennen zu lernen und schließlich den Fischereihafen in Österby anzusteuern. Das Riesenspektakel findet in diesem Jahr bei Kaiserwetter statt und alle sind bestens gelaunt. Einigen steht die Anspannung jedoch ins Gesicht geschrieben: Fünf internationale Nachwuchsköche haben sich der Aufgabe gestellt, einen Jumfruhummer - also einen Kaiserhummer - mit selbst gewählten Zutaten in 30 Minuten schmackhaft und kreativ zuzubereiten. Kritische Blicke der Juroren und staunende und zugleich aufmunternde Zaungäste begleiten das Geschehen. Die tolle Festtagsstimmung hält uns schnell gefangen. Auch bei den vielen kleinen Futter- und Getränkebuden im Freien ist der Andrang groß. Denn überall gibt es den Jumfruhummer in den unterschiedlichsten Variationen: gebraten, gegrillt oder gedünstet. Auch der selbst kreierte Original Osterbyer Hummerburger darf nicht fehlen. Außerdem werden auch Vorschläge zur Zubereitung gemacht und kleine Kostproben verteilt.

 

Die Spannung steigt, als die Juroren ihre Essproben abgeschlossen und ihr Urteil gefällt haben. Für die Nachwuchstalente geht es schließlich um die Wurst oder besser gesagt um die begehrte „Goldene Jumfruhummerschere“ 2010. Die Geduld wird durch das Anstimmen eines eigens hierfür getexteten Liedes noch weiter auf die Probe gestellt. Wir singen nach Leibeskräften mit – ohne Text und Melodie auch nur ansatzweise zu kennen. Schließlich überreicht kein geringerer als der dänische Gesundheitsminister höchstpersönlich unter tosendem Beifall dem erst 26 jährigen „Lokalmatador“ Rasmus Nielsen, Küchenchef (!) vom Strandgaarden in Vesterby, den Pokal.

 

Bei einer kleinen Verschnaufpause nach dem Spektakel beobachte ich, wie Rauchschwaden einer Rothändle Zug für Zug gen Himmel ziehen. Eigentlich nicht ungewöhnlich. Doch ich staune nicht schlecht, als ich als Verursacher den „Röde Orm“-Skipper Tom von unserer SVF entdecke. Woher, wohin und überhaupt … Zu quatschen gibt es immer was. Nach so einem anstrengenden Tag nehmen wir die „840“ für den Rückweg in Anspruch. Schließlich steht uns der Sonnenuntergang in Vesterö noch bevor.

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