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Salzsiederei

Unsere heutige Radtour führt uns in die Hauptstadt, nach Byrum. Die direkte Verbindung kennen wir bereits vom Bus. So wählen wir die etwas längere und schönere Route über Nebenstraßen und Waldwege zum Zentrum der Insel. Sogar einen kleinen abgelegenen Kanal überqueren wir. Mit der Selbstbedienungsfähre ist es kein Problem. Nicht etwa Knöpfchen drücken – nein, Hand über Hand wird das Gefährt samt der Fahrräder von einem Ufer des Fannemands-Kanal zum anderen gezogen. Und schon kann die Radtour weitergehen. Ein Erlebnis der besonderen Art, auf Laesä natürlich gratis. Wir staunen nicht schlecht, als wir wenig später in einer kleinen Gasse ein Hinweisschild „Brauerei“ sehen. Ja, Laesö verfügt tatsächlich über eine eigene kleine Hausbrauerei. Doch als Flensburger muss man ja nicht gleich jedes Bier trinken. Vielleicht war es auch ein Versäumnis.

 

Und irgendwann erreichen wir dann auch mal Byrum. Großstadtniveau erwartet uns dort nicht. Aber man bekommt in der Ladenstraße oder auf dem Wochenmarkt alle Dinge des täglichen Lebens. Die alte rote Kirche und das Pastorat mit dem wunderschönen Bauerngarten und Ententeich laden zum Verweilen ein. Auch hier gibt es verrückte Sachen. Jedenfalls ist mir neu, dass Holzschuhmacher Leuchttürme bauen! Das es geht, beweist der 17 Meter hohe Aussichtsturm in Byrum. Denn der steht seit 1927 wie ein Fels in der Brandung! Über den Erbauer erfuhr ich jedoch erst, als ich wieder unten war. Beim Rundumblick oben vom Turm, fiel mir das schöne Naturgebiet im Süden mit einer ausgeprägten Flora und Fauna und den weiten Strandwiesen ins Auge. Dort findet man auch die Salzsiederei, ein weiteres Markenzeichen Laesös.

 

Schon im Mittelalter wurde hier Salz gewonnen. Im Rahmen eines historischen Projekts kann man in einer aktiven Werkstatt viel über die damalige Salzgewinnung erfahren. Leider war uns eine deutsche Führung nicht vergönnt. Das „weiße Gold“ wird keineswegs nur zu Speisesalz verarbeitet und in kleine Säckchen gefüllt. Wegen der hohen Salzkonzentration und der natürlichen Mineralien werden aus der Restlauge auch Hautpflegemittel produziert und so landet das Salz in der Tube. Diese natürlichen Voraussetzungen bieten so auch gute Möglichkeiten für medizinische Kurbehandlungen und Therapien. In den Salzbädern kann man sich schwerelos treiben lassen. Und zwar im Kirchturm mit dem Glasdach – jawoll! In dem ehemaligen Gotteshaus in Vesterö, ist weit und breit kein Pastor im schwarzen Talar zu sehen. Kurgäste in langen Bademänteln lustwandeln heute ganz relaxt in dem altehrwürdigen Gemäuer. Und statt der Orgelmusik klingen hier passend zum Wellnessprogramm „Echoes of Nature“ dezent aus den Lautsprechern. Erst im vergangenen Jahr ist dieses Kurhaus mit allen erdenklichen Annehmlichkeiten entstanden. Schietwetter auf Laesö - kein Problem …

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