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Kurs Heimat

Die letzte Woche ist für den Rückweg eingeplant. Auch auf dem klassischen Nord-Süd-Kurs erlauben wir uns trotz zunehmend schlechterer Witterung noch kleine Abstecher. In Grenaa erwarten uns bereits Sandy und Stephan im strömenden Regen. Sie beschlagnahmen sofort unsere Pantry um die mitgebrachten Leckereien zuzubereiten. So stelle ich es mir in allen Häfen vor. Das Catering war perfekt und der anschließende Gaumenschmaus ein Genuss. Am nächsten Tag revanchieren wir uns bei ihnen auf dem Campingplatz - bei strahlendem Sonnenschein - mit hausgemachten Delikatessen aus der alten Schlachterei in Grenaa. Am Abend erwartet uns ein Ohrenschmaus. Nach kurzem Zögern haben wir uns Karten für „Smokie“ gekauft – und haben es nicht bereut. Die alten Haudegen der 70er/80er Jahre sind zwar in die Jahre gekommen (wie wir auch …), aber sie haben Alice und die vielen anderen Ohrwürmer noch genauso drauf wie damals. Ob ihre Lockenpracht echt ist, bleibt ihr Geheimnis …

 

Mit dem Sound in den Ohren soll es dann über Hou nach Middelfart gehen. Doch irgendwie rutscht mir bei Juelsminde das Ruder aus der Hand. Und schwupp – landen wir in Vejle. Zeit und Wind lassen es zu. Aus dem geplanten „Anlege-Hamburger“ wird ein leckeres Büfett, denn im Hafen ist Volksfeststimmung und Kaiserwetter beim Tag der offenen Tür. Auch hier müssen wir die Stadt mal kurz inspizieren. Bislang kannten wir Vejle nur aus der Autobahnperspektive, hoch oben von der Brücke. Doch was uns nachhaltig beeindruckt, liegt gleich um die Ecke. Dort entstehen nämlich „Wellenhäuser“ mit acht Etagen und Blick auf den Fjord. Eine sehr eigenwillige und diesmal auch gelungene Architektur – geht doch! Zwei „Wellen“ stehen bereits, drei folgen noch. Wirklich sehenswert und – noch - einzigartig!

 

Wir müssen nicht erst in den 8. Stock, um den wunderschönen Fjord zu sehen. Wir erleben ihn live, Meile für Meile, wie schon auf dem Hinweg. Sonne und Regen sind nun im stetigen Wechsel. Oelzeug und Stiefel ersetzen Shorts und Sandalen. Kurz vor Middelfart treffen wir mal wieder auf Millionäre. “Was sollen wir bei diesem Wetter denn zu Hause?“ rufen die Skipper von der MIRIAM und ANNINA unisono mit breitem Grinsen unter dem Südwester rüber. Wohlwissend, dass unser Urlaub sich nun dem Ende neigt... Während die Rentner von der SVF am nächsten Morgen für das Schietwetter nur ein Gähnen übrig haben und sich noch mal in der Koje umdrehen, machen wir uns endgültig auf den Heimweg. Schließlich muss doch jemand Geld in die Rentenkasse spülen.

 

Friedrich Thordsen

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