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Brune Bier

Ja, Schietwetter gab es dann tatsächlich noch am vorletzten Tag und vermasselte uns ein wenig unsere Tour. Doch wir sind ja nicht aus Zucker – wir doch nicht. Und so reichte es zwischen den Schauern noch für einen kleinen Ausflug. Und es gab ja auch noch ein paar unentdeckte Ecken. Auf den abgelegenen Sandwegen bekamen wir sogar noch einige gut versteckte Ferienhäuser zu Gesicht. Die vielen kleinen Verkaufsstände mit Naturalien gehören für uns schon zum ganz normalen Straßenbild auf der Insel. Doch wir stutzen über ein großes Hinweisschild mit der Aufschrift „Brune Bier“. Etwa noch eine Brauerei? Bei besserem Wetter hätte ich mir das Bier glatt gegönnt, ausnahmsweise sogar ein braunes. Doch Vorsicht! Es wäre nicht, wie unser Flens, die trockene Kehle hinuntergelaufen. Denn es ist sehr süß und klebrig und hat einen großen Schraubverschluss.

 

Dennoch bürgt das Etikett für beste Qualität: „Honning fra de Brune Bier pa Laesö“. Der Imker garantiert damit, dass der Honig von den seltenen braunen Bienen der Insel stammt, dass er die Zuchtarbeit dieser hochwertigen Rasse aktiv betreibt und dass der Honig ohne Pestizide produziert wurde. Wir klingeln an der Haustür und freuen uns anschließend über drei Gläser Honig und ein interessantes Gespräch mit dem Hobby-Imker, der ansonsten für FALK im Einsatz ist. Der würzige Heidekrauthonig ist der bekannteste. Unter ständiger Lebensgefahr kämpfen sich die Bienen auf dem Heidekraut von Blüte zu Blüte um die Nektartropfen aufzunehmen. Spinnen, Libellen und Bienenwölfe sind ihre ärgsten Feinde. Die Zuchtvereine sind durch kontrollierte Kreuzungen sehr um die Erhaltung dieser Bienenrasse bemüht. Die braune Biene gilt in Dänemark und ganz besonders auf Laesö als dänisches Kulturerbe. Denn schon die Wikinger nutzten den Honig der wild lebenden Bienenvölker zur Herstellung von Met.

Da auch wir gern Honig verkosten, freuen wir uns über den erstandenen Hindebaeger, Lyng- und Blomsterhonnig und über den netten Talk an der Tür.

 

Ach ja - die Möwen. Die mögen, wie wir Menschen auch, gerne Heidelbeeren. Und wo lila rein kommt, kommt auch lila raus. Zumindest ist es bei den Laesöer Möwen so. Am Strand wirkt es dann wie kleine Kunstwerke. Sie sehen nicht nur interessant aus, man sieht sie so auch viel besser und kann ihnen rechtzeitig ausweichen...

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Auch wenn an den beiden letzten Abenden die Sonnenuntergangsparade ausfiel, so schauen wir auf schöne Erlebnisse auf Laesö zurück. Welcher Segler bindet sein Boot während eines Törns schon für eine ganze Woche an den Steg? Hier haben wir es gern getan und keinen Tag bereut. Bestimmt liegt diese sympathische Insel irgendwann mal wieder auf unserer Route und wir erinnern uns dann gern: alle Tieden Laesö.

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