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Hochsaison in DK

So kommt für die übrigen zehn Tage noch die dänische Gastlandflagge zum Einsatz. Bei anhaltend schönem Wetter fühlen wir uns nicht genötigt die kürzeste Route Richtung Heimat zu wählen. Die Badehose trocknet nur kurz über Nacht. Sind also weiterhin im Genießermodus, wären da nicht die vollen Häfen und überhöhten Preise in Dänemark. So liegen wir auf unserem bisherigen Törn in Klintholm erstmals im Päckchen. Durch das Smålandfahrwasser geht es über Stubbekøbing und Karrebæksminde zur kleinen Insel Agersø. Die Badeplattform mit Dusche, direkt vorm Bug der CHINTA, zieht mich geradezu magisch an. Während wir auf der anderen Inselseite am Strand entlang wandern bewegen sich jede Menge dicke Pötte gemächlich im Gänsemarsch entlang der Schifffahrtslinie. Im Norden erstreckt sich die Storebeltbrücke vor unseren Augen im Großformat.

Diese kleine Insel mit der großen Windmühle hat es uns irgendwie angetan. Kommen kaum wieder los. Schließlich führt uns der Weg weiter über den Großen Belt, vorbei an der Nordspitze Langelands, nach Lundeborg. Das alte Hafenbecken mit kurzem Weg zum Strand ist ganz nach meinem Geschmack. Auf der weiteren Route durch den Svendborg-Sund steuern wir zielstrebig die kleine Insel Drejø an. Vergebens – die wenigen Plätze sind alle belegt. Bereits das Boot vor uns musste unverrichteter Dinge abdrehen.

In Søby ist die Liegeplatzsituation dagegen wesentlich besser. Dafür rauscht so kurz vorm Törnende noch ein kräftiges Tief über uns hinweg. Am nächsten Abend entlädt sich dann der Himmel. Die Wolken öffnen ihre Pforten, als wollten sie das Versäumte der letzten Wochen nun in aller Kürze nachholen. Blitze erleuchten den Abendhimmel. In der vom Tage aufgeheizten Kuchenbude genießen wir dieses außergewöhnliche Schauspiel in Badezeug. Das Wasser strömt an den Scheiben runter. Zum „Spätfilm“ ziehen wir uns dann doch noch was über. Eine Mondfinsternis steht auf dem Programm, die so nur alle Jubel Jahre mal vorkommt. Sie ist zunächst kaum wahrzunehmen. Klar, wenn‘s doch finster ist... Doch dann tritt der Mond, nun deutlich sichtbar, langsam als Sichel aus dem Schatten der Erde hervor.

Als wäre nichts gewesen, steigt die Sonne am nächsten Morgen am flensöstlichen Horizont aus dem Meer empor. So ganz ohne weitere geophysikalische Bedrohungen überqueren wir den Kleinen Belt und laufen für ein Abschlussessen Gelting Mole an. Am 30. Juli, kurz vor 12 Uhr, machen wir nach 1.200 Seemeilen in unserem Heimathafen Flensburg fest.

Fazit: Welch ein Jahrhundertsommer hat uns das Jahr 2018 beschert! Von den paar kurzen Eskapaden abgesehen... Polen war ein tolles Erlebnis, Meck-Pomm war einfach nur schön. Mannschaft wohlauf – Boot intakt! Auch alle anderen Crewmitglieder haben längst wieder heimischen Boden unter den Füßen. Ankommen ist schön, besonders in der Heimat! Zwei herrliche Sommermonate stehen uns noch bevor...

 

 

 

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